So wird der Geburtstermin berechnet

Jede Schwangerschaft ist anders, sogar die verschiedenen Schwangerschaften der selben Frau können sich völlig voneinander unterscheiden. Während die eine werdende Mutter sich körperlich noch nie so super gefühlt hat, leidet die andere an furchtbarer Übelkeit, die ihr die Freude an der Schwangerschaft völlig verdirbt.

In allen Fällen aber fiebert die Mutter dem errechneten Entbindungstermin entgegen, denn schließlich will sie ihr Kind nun endlich “wirklich” kennenlernen, nach den neun Monaten Schwangerschaft. Da sind wir schon bei der Frage: Wie lange ist eine Schwangerschaft? Und wie berechnet man den Entbindungstermin eigentlich?

Wenn die Ärztin den Geburtstermin berechnen will, ist das natürlich am einfachsten, wenn sie den Termin der Empfängnis kennt. Außer bei künstlicher Befruchtung ist der aber in den seltensten Fällen bekannt. Man muss sich also mit einem anderen Datum behelfen, dass die meisten Frauen im Kopf oder zumindest notiert haben: dem ersten Tag der letzten Periode.

Zu diesem Datum werden einfach 280 Tage dazugerechnet, und schon hat man ein Datum für den Geburtstermin. Tatsächlich ist die durchschnittliche Dauer einer Schwangerschaft zwei Wochen kürzer als diese 280 Tage – aber natürlich findet der Eisprung, der wahrscheinlichste Termin der Befruchtung, erst einige Zeit nach der Periode statt. Diese Verschiebung wird beim Geburtstermin berechnen durch die längere Dauer ausgeglichen, von der man ausgeht – das Endergebnis ist allerdings ähnlich: ein errechneter Geburtstermin, zu dem sowieso nur etwa vier Prozent aller Babys zur Welt kommen!

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